Wissenschaftlicher Konsens I

Folgende Zitate aus: Marquart, Franziska: Rechtspopulismus im Wandel. Wahlplakate der FPÖ von 1978-2008, in: Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft, 2013/4

„Im Nationalratswahlkampf 2013 stellte die Freiheitliche Partei Österreichs den einzelnen Bürger / die einzelne Bürgerin ins Zentrum ihrer Werbemaßnahmen und warb mit christlichen Werten: „Liebe deinen Nächsten. Für mich sind das unsere Österreicher“ (APA 2013). Allerdings machte Parteichef Heinz-Christian Strache auch deutlich, wer nicht zu seinen „Nächsten“ gehört, denn „Asylbetrüger haben zu gehen“. Die politische Werbung der FPÖ fügt sich damit in eine lange Reihe vorangegangener Kampagnen ein, in denen die Zuneigung zum österreichischen Volk der Ablehnung fremder Einflüsse gegenübersteht. In diesem Zusammenhang kann die Freiheitliche Partei Österreichs als Prototyp einer Parteienfamilie verstanden werden, die dem übergeordneten Begriff des Rechtspopulismus zugewiesen wird.“

Verblüffend, es so deutlich zu lesen. Immerhin ehrlich, dennoch natürlich kann dieser Beitrag in diesem Zusammenhang als Prototyp einer Ideologie verstanden werden, die dem übergeordneten Begriff der Umkehrung aller Werte zugewiesen wird. Die Zuneigung zum Eigenen ist ein pathologischer Zustand.

Wie es sich für einen wahrhaft wissenschaftlichen Beitrag gehört, schließt er mit einer der üblichen Totalitarismusstrategien:

„Schließlich sollte der Rezeption und Wirkung rechtspopulistischer Plakate vonseiten der Sozialwissenschaft mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. In einem Land wie Österreich, das zunehmend durch Migrationsprozesse geprägt wird und das auch in den kommenden Jahren mit hohen Zuwanderungszahlen rechnen kann, stellen ausländerfeindliche Ressentiments eine Gefahr für Integration und gesellschaftliches Zusammenleben dar. Der Beitrag, den rechtspopulistische Plakatwerbung dabei leistet, darf nicht unterschätzt werden.“

In der Zam´schen Übersetzung: Es sollte viel mehr Propaganda in diesem Bereich produziert werden, es mangelt hier an der verlässlichen Mathematik der denunziatorischen Veröffentlichungen. Jene sind unerlässlich, um den Betrieb der veröffentlichten Meinung zu unterfüttern, sollte es einmal darauf ankommen. Wir sind uns zwar bewusst, dass der Zersetzungsprozess unserer Gesellschaft unaufhaltsam voranschreitet und im Endeffekt zum wurzelverzehrenden Ableben jedes einzelnen Elements führen wird, durch das wir uns definieren (den Egalitarismus eingeschlossen), diese Plakate gehen uns aber auf die Nerven.

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