Da nun also die Welt südlich dem rettenderweise trennenden Meer zu einer traditionelleren Befindlichkeit zurückkehrt, fällt es schwer, ein erleichterndes Seufzen zu unterdrücken, immerhin müssen sich beide Seiten nun nicht mehr belügen und können zu der Konstellation wechseln, die ihnen angeboren ist: Blöcke des Antagonismus, damit verbunden Abschottung. Hoffentlich gibt die unsere Identität ihren messianischen Geburtsfehler nun endlich auf, den Glauben an Egalitarismus, hoffentlich wird das Eigene wieder salonfähig, wenn es nun mit echter Bedrohung konfrontiert wird. Es hat mich immer interessiert, welcher Prozentsatz an Intellektuellen diesen Übergang wohl schafft und also beginnt, unüberschreitbare Linien in den Sand zu zeichnen, und wie viele es nicht schaffen werden und nahtlos vom Argument „Alle sind gleich, wieso also sollten nicht alle hier leben können?“ zu „Wir müssen aufgeben, selbst zum Fremden (Konversion bzw. Sklavenstatus, …) werden, um zu überleben“ wechseln und das Ende in Kauf nehmen, wenn es nur den Tod des Teufels namens weißer Mann heißt.

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